Künstliche Intelligenz gewinnt in der Architekturvisualisierung zunehmend an Bedeutung und eröffnet neue Möglichkeiten in der Darstellung von Entwürfen. Eric Isaac Gutierrez Hernandez von IGH Arquitectura schafft dabei atemberaubende Visualisierungen und zeigt, wie KI als unterstützendes Tool sinnvoll eingesetzt werden kann, insbesondere in der Nachbearbeitung.
Bitte stellen Sie sich kurz vor: Wie heißen Sie, was ist Ihr Beruf, welche Erfahrung bringen Sie mit und wie würden Sie Ihre Biografie in wenigen Worten beschreiben?
IGH arquitectura: Eric Isaac Gutierrez Hernandez, Architekt
Ich habe in verschiedenen Architekturbüros meiner Stadt gearbeitet. In einigen war ich als Render-Artist tätig, in anderen in der Bauüberwachung, im Landschaftsdesign, im Projektmanagement sowie in Immobilienprojekten.
Seit etwa vier Jahren bin ich selbstständig und arbeite an Entwürfen und Bauprojekten für große Firmen in meiner Stadt.
Was hat Sie ursprünglich zur Architektur geführt und wie haben Sie begonnen, sich so stark auf Visualisierung zu konzentrieren?
IGH arquitectura: Schon als Kind habe ich es geliebt, mit LEGO zu spielen. Außerdem zeigten Berufsorientierungstests immer, dass ich in den Bereich Design gehen würde.
Während meines Architekturstudiums habe ich gleichzeitig studiert und gearbeitet und dabei viele Bereiche kennengelernt: Baustelle, Lichtplanung, Vorentwürfe, Ausführungsplanung, Landschaftsarchitektur und Projektmanagement.
Dabei habe ich erkannt, dass meine größte Leidenschaft die architektonische Visualisierung ist.
Wie würden Sie ihre architektonische und visuelle Handschrift in wenigen Worten beschreiben?
IGH arquitectura: Ich sehe mich als eine Person, die mit Leidenschaft arbeitet. Ich mag einzigartige Dinge, die außerhalb des Gewöhnlichen liegen.
Mein Ziel ist es, meinen Kunden durch mutige Designs besondere Erlebnisse zu schaffen.
Wie gehen Sie konzeptionell an ein Rendering heran, noch bevor Sie Lumion öffnen? Wo genau fügt sich Lumion in Ihren Workflow ein?
IGH arquitectura: Mein Designprozess beginnt mit handgezeichneten Skizzen. Danach erstelle ich Volumenmodelle in SketchUp, und sobald die Idee steht, überführe ich sie in Lumion.
Bei der Ausarbeitung der Materialität: In Lumion füge ich Materialien hinzu, gestalte die Umgebung und prüfe, wie Farben, Volumen, Schatten und Atmosphäre zusammenwirken.
Was macht für Sie eine starke architektonische Visualisierung aus, in Lumion oder allgemein?
IGH arquitectura: Meine Rolle als Architekt und Render-Artist ist sehr wichtig, denn Kunden verstehen ein Rendering oft besser als einen Plan.
Architektonische Visualisierung ist entscheidend, um Immobilien zu verkaufen oder Projekte erfolgreich abzuschließen.
Sie sind sehr gut darin, Atmosphäre klar zu vermitteln. Wie arbeiten Sie in Lumion mit Licht, Wetter, Materialien und Umgebung, um das zu erreichen? Gibt es bestimmte Lumion-Tools oder Effekte, die essenziell für Ihre visuelle Sprache sind?
IGH arquitectura: Das ist vor allem eine Frage der Übung.
Ich platziere zum Beispiel Bäume vor meinen Entwürfen, damit sie natürliche Schatten erzeugen. Außerdem achte ich sehr auf die Umgebungsgestaltung, damit alles möglichst realistisch wirkt.
Ich arbeite gerne mit Abend- oder Nachtszenen, damit künstliche Beleuchtung stärker zur Geltung kommt. Dadurch wirken die Renderings oft attraktiver und weniger dunkel.
Künstliche Intelligenz wird in kreativen Branchen immer wichtiger. In welcher Phase nutzen Sie KI?
IGH arquitectura: Ich nutze KI hauptsächlich in der Postproduktion, zum Beispiel, um realistische Personen in die Szene einzufügen.
Manchmal verwende ich sie auch in der Konzeptphase.
Mit welchen KI-Tools arbeiten Sie aktuell und wie ergänzen diese Lumion? Sehen Sie KI eher als konzeptionellen Designpartner, als Visualisierungs-Boost oder hauptsächlich als Produktivitätstool?
IGH arquitectura: Ja, sie ist ein gutes Werkzeug für den Arbeitsprozess. Ich setze sie für viele Aspekte der architektonischen Visualisierung ein und sie hat meinen Workflow deutlich verbessert. Aber man sollte nicht zu 100 % von ihr abhängig sein. Kreativität darf nicht verloren gehen.
Ich arbeite mit Magnific und Nano Banana Pro.
Mit Magnific kann ich Materialien realistischer machen und die Bildqualität verbessern.
Mit Nano Banana Pro füge ich sehr realistische Personen in die Szene ein.
Blick in die Zukunft: Wie sehen Sie die Entwicklung der Beziehung zwischen Echtzeit-Rendering-Tools wie Lumion und KI in den nächsten Jahren?
IGH arquitectura: KI ist nicht mehr die Zukunft, sondern bereits die Gegenwart. Meiner Erfahrung nach ist nicht das Programm entscheidend, sondern die Person, die es nutzt.
Ich habe mit vielen Visualisierungsprogrammen gute Ergebnisse gesehen.
Wichtig ist, wie leidenschaftlich man damit arbeitet und wie viel Zeit man bereit ist zu investieren.
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